Director & Script

Ultima Thule

Synopsis:
Ende der 20er Jahre reist der alte Stationsvorsteher Roman zurück zur inzwischen stillgelegten Gebirgsbahnstation „Ultima Thule“, die letzte Station Polens in den riesigen Bergen der Hohen Tatra unweit der Grenze. Auf dieser Fahrt erinnert er sich an Erlebnisse mit seinem inzwischen verstorbenen Freund und Kollegen Joszt vor etwa 10 Jahren.

Joszt war der letzte Stationsvorsteher in „Ultima Thule“ und von einer geheimnisvollen Aura umgeben. Niemand verstand ihn und er galt als Sonderling. Die Bergbewohner, die Goralen, mieden ihn, fürchteten ihn gar. Nur einzig Roman hielt zu ihm. Es ging das Gerücht, Joszt könne bei den Leuten seiner Umgebung das „Zeichen des Todes“ erkennen, wenn bei diesen die Zeit gekommen war.

Wie viel Wahres nun daran war, erkennt Roman erst jetzt, wo die Bilder der Vergangenheit sich langsam zu einem logischen Ganzen zusammen fügen. Er begreift auch, dass diese Gabe bei Joszt erst auftrat, als dieser zu diesem einsamen Gebirgsbahnhof versetzt worden war. Der Ort „Ultima Thule“ scheint Menschen zu beeinflussen, sie in den Bann zu ziehen …

Ein Kurzfilm, der sehr stark von atmosphärischer Stimmung lebt.

Der polnische Autor Stefan Grabinski (1887-1936), ein Zeitgenosse Kafkas und Meyrinks, schrieb diese Novelle im Jahre 1919.

35mm; Farbe; 1:1,85; Dolby SRD; 19:44 min. (540 Meter); BRD 1999 – 2002

Buch: Holger Mandel, Marc Meyer (Beratung), nach Stefan Grabinski
Regie: Holger Mandel
Musik: Hermann Beesten jr.
Produzenten: Holger Mandel, Jurica Maric
Bildgestaltung: Peter Polsak
Schnitt: Dietrich Toellner
Ausstattung: Felicitas Schnatmann
Kostüm: Martin Stauch und das Filmstudio in Wroclaw (Polen)
Maske: Claudia Wolf, Manuel Cortez
Ton: Wolfgang Schmidt, Ingo Reiter
Tonmischung: Chris Müller
Matte Painting: Katja Straub, Anna Lamprecht, FuturEffectS

Darsteller:
Matias Bleckman (Roman), Adolfo Assor (Joszt), Falko Freitag (Romans Stellvertreter), Bodo Goldbeck (Glodzik), Tom Ryser (Joszts Stellvertreter), Yvonne Johna (Maja) u.a.

Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW) verlieh 2002 dem Kurzfilm das Prädikat „wertvoll“.

Festivals (Auswahl):
2002 14. Filmfest Dresden (Deutschland)
2002 50. Filmfestival Internazionale Montagna Esplorazione Trento (Italien)
2002 7th International Short Film Festival of the Iranian Young Cinema Society (Iran)
2003 4. Landshuter Kurz-Filmfest, 2. Jurypreis (Deutschland)
2006 3. Neißefilmfest in Zittau (Deutschland)
2007 Festival Cinerail in Paris (Frankreich)
2008 20. Dresdener Filmfest (Deutschland)
2008 6. Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee (Deutschland)
2009 Eröffnungsfilm der 9. Independent Days in Karlsruhe (Deutschland)

Preise:
Shocking Shorts Award Nominierung durch den Kabelkanal „13th Street“
2. Jurypreis (dotiert) des 4. Landshuter Kurz-Filmfestes

Fernsehausstrahlung:
Ausstrahlungen im Juni und August 2002 im Mystery Kabelkanal von Universal „13th Street“.
Seit 2006 mehrmalige Ausstrahlungen im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR).

gefördert durch:
Dr. Joachim Mandel,
Mitteldeutsche Medienförderung,
Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst,
Sächsische-Oberlausitzer-Eisenbahn-Gesellschaft,
Deutsche Draisinen Sammlung Bad Nauheim

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